
Zyperns Geschichte
Zypern ist von alters her eine Insel im Schnittpunkt der Kontinente in exponierter Lage zwischen Orient und Okzident.
Geschichte und Kultur der Insel wurden dadurch entscheidend geprägt. Aus Europa kamen die Griechen und Römer, die Kreuzritter und die Briten.
Die Phönizier kolonisierten bereits im Altertum die Küste. Später eroberten die Osmanen die Insel. Kulturen unterschiedlicher Herkunft überlagerten und verbanden sich.
Zypern ist nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte und zugleich östlichste Insel im Mittelmeer. Geographisch gehört sie bereits zu Asien, kulturell aber eindeutig zu Europa.
Zeitschiene
Spuren erster Besiedlung lassen sich bis mindestens 9000 v. Chr. zurückverfolgen.
1570 - 1878: Türkische Herrschaft
1878 - 1960: Britische Herrschaft
1960 wird Zypern unabhängig und Erzbischof Makarios III. Präsident. Er regiert die Insel 17 Jahre.
Mitte 1974: Zypern ist geteilt. Ein Teil der Republik (ca. 37 %) ist von der Türkei besetzt. 60 % der Insel entfallen auf die überwiegend von griechischen Zyprioten bewohnte Republik Zypern. Zwischen beiden Inselteilen befindet sich eine Pufferzone, die der Kontrolle der Vereinten Nationen untersteht.
1993: Gláfkos Klerides wird zum Staats- und Regierungschef gewählt.
Im Februar 2003 wählten die griechischen Zyprioten Tassos Papadopulos in dieses Amt.
Am 01.05.2004 trat Zypern (der griechische Südteil der Insel) der EU bei.
Am 01.01.2008 hat Zypern den EURO als offizielle Währung eingeführt.
Im Februar 2008 wird Dimitris Christofias zum Staats- und Regierungschef gewählt.
Paradies mit Schattenseiten
Aphrodites Insel könnte ein Paradies auf Erden sein, wäre da nicht die große Politik. Seit August 1974 ist die Insel und die Hauptstadt Nicosia geteilt.
Entlang einer Demarkationslinie von der Bucht von Morfu bis zur Bucht von Famagusta stehen sich griechische und griechisch-zypriotische und türkische und türkisch-zypriotische Soldaten gegenüber. Dazwischen patrouillieren etwa 1.100 Soldaten der Friedenstruppen der Vereinten Nationen.
Der Urlaubsfrieden auf der Insel wird durch die politischen Verhältnisse aber in keiner Weise gestört. Zypern erscheint dem Urlauber als äußerst friedliche Insel - und als sehr wohlhabende obendrein. Überall auf der Insel spürt man die südländische Lebensfreude, das Leben genießen - das Leben als Fest.
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